Donnerstag, 19. Januar 2012

BEISPIEL - BLOGTEXT: Nun doch: die Gesundheitskarte


Sie hätte schon vor Jahren kommen sollen, es gab allerdings immer wieder Verzögerungen. Die Rede ist von der „Gesundheitskarte“, die unsere bisherige Versicherungskarte der Krankenkasse ablösen soll. Damit es nicht wieder Verzögerungen und größere Probleme gibt, soll die neue Gesundheitskarte mit zunächst nur zwei Funktionen ausgestattet und ggf. zu einem späteren Zeitpunkt durch Weiterentwicklungen ergänzt werden. Fortan soll die Karte zum Abgleich der persönlichen Daten zwischen Arztpraxis und Krankenkasse und als elektronische Signatur dienen.


Komplizierte Anwendungen fallen zunächst heraus

Die hohen Anforderungen, die ursprünglich an die Gesundheitskarte gestellt werden sollten, entfallen zunächst. Auf das elektronische Rezept für Medikamente oder die elektronische Patientenakte muss also zunächst verzichtet werden. Nach Meinung der kassenärztlichen Bundesvereinigung könnten diese Features jedoch im Laufe der Zeit – wenn das entsprechende Entwicklungsstadium es zulässt – „nachgerüstet“ werden.
Durch die zunächst schmale Ausstattung der Karte sollen die Softwarehersteller von Arztpraxen-Software dazu bewogen werden, rasch die Entwicklung der Softwarelösungen für die neuen Funktionen voranzutreiben. Auf diese Weise sollen auch Ärzte davon überzeugt werden, dass die neuen Funktionen nicht nur der Krankenkasse dienlich sind, sondern auch der eigenen Praxis.
Bis die neue Gesundheitskarte jedoch erstmals genutzt werden kann, wird es noch einige Monate dauern. Erste „Gehversuche“ soll es Anfang 2013 geben, der Regelbetrieb soll dann 2015 starten.

Nötige Voraussetzungen sind bereits geschaffen

Um die neue Karte verwenden zu können, sind Voraussetzungen nötig, die die Leistungserbringer und die gesetzlichen Krankenkassen bereits geschaffen haben. So wurde bereits der größte Teil aller Arzt- und Zahnarztpraxen und Krankenhäuser mit neuen Karten-Terminals versorgt, um mit der neuen Gesundheitskarte arbeiten können. Rund 85 Prozent aller Arztpraxen haben in den letzten Monaten eine Förderung zur Anschaffung dieser Lesegeräte gestellt.
Durch die entsprechenden Zulassungen der Krankenkassen zur Ausgabe der neuen Gesundheitskarten sind Ende 2011 bereits 95 Prozent aller Versicherten abgedeckt. Und auch die Vorgabe des Bundesgesundheitsministeriums dürfte zum Jahresende erfüllt sein: 10 Prozent der Versicherten mit einer neuen Karte auszustatten.

-Daniel D. Eppe-

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