Donnerstag, 1. Dezember 2011

BEISPIEL-BLOGTEXT: Shishatabak: Ein gesundheitsgefährdendes Feuchtgebiet


Fruchtige Erdbeere, leckere Banane oder frische Limette? Wer sich einen aromatisierten Tabak für seine Wasserpfeife kaufen will, hat die durchaus schmackhafte Qual der Wahl. Leider täuschen aber die verführerischen Geschmacksrichtungen darüber hinweg, dass das genüssliche Paffen einer Shisha (auch unter den Namen Hookha, Goza und Hubble-Bubble geläufig) jede Menge an erheblichen Gefahren für die Gesundheit birgt. Dabei ist an dieser Stelle noch nicht einmal die spielerische Leichtigkeit gemeint, mit der man sich beim Rauchen einer Wasserpfeife waffenscheinpflichtige Dosen an Nikotin zuführen kann. Hier soll heute vielmehr die Rede von einer sträflich vernachlässigten Problematik sein, auf die das "Bundesinstitut für Risikobewertung" (BfR) jüngst hingewiesen hat: Die Feuchthaltemittel im Shishatabak. Denn wenn sich das mehrheitlich verwendete Glycerin auf der glühenden Holzkohle in jenen Rauch auflöst, der anschließend ganz entspannt eingesogen wird, dann können Komplikationen die Folge sein, die einen Gang zum Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde notwendig machen. 


Wozu überhaupt Feuchthaltemittel?

Wasserpfeifentabak benötigt eine spezielle Rezeptur, um geschmeidig zu bleiben, und um auf der glutheißen Räucherkohle nicht zu verbrennen, sondern sanft abzurauchen. Zu diesem Zweck sind Feuchthaltemittel wie Glycerin zwingend erforderlich. Schließlich soll die typisch saftige Feuchtigkeit ja auch in der geöffneten Tabakspackung bis zur letzten Ration bestens erhalten bleiben. Dabei gilt: Je mehr Glycerin den Tabak schön feucht hält, desto besser und lagerungsfähiger ist das Endprodukt.

Was ist denn am Glycerin so schädlich?


Wenn sich dieses Mittel beim Rauchvorgang zusammen mit dem zubereiteten Tabak in den heiß begehrten Qualm verwandelt, dann wird dieser in recht beträchtlichen Mengen den Atemwegen und der Lunge zugeführt. Und während das Nikotin die Nerven stimuliert, macht sich der Glycerinrauch in pathogener Weise am Kehlkopf und an den Schleimhäuten zu schaffen. Die Folgen dieser Einwirkungen können krankhafte Veränderungen am Kehlkopf sein, aber auch stark gereizte und schmerzende Schleimhäute bis hin zu einem heftigen chronischen Nasenbluten, welches ebenfalls durch die zersetzende Wirkung des Glycerinrauchs zustande kommen kann.

Wie kann man dem vorbeugen?


Natürlich wäre es das klügste und gesündeste, sich diesen "Hauch von Orient" gar nicht erst zur lieben, aber leider auch gefährlichen Gewohnheit werden zu lassen. Wer allerdings von seiner kultigen Shisha weder lassen kann noch lassen will, der sollte wenigstens sehr genau darauf achten, was er sich an Tabakzubereitungen auf die Glut tut. Denn auch hier gibt es Qualitätsunterschiede, die sich nachweislich bemerkbar machen. So darf nach deutschen Vorgaben hergestellter Wasserpfeifentabak derzeit höchstens fünf Prozent Glycerin enthalten. Diese Menge ist für ihren Zweck durchaus ausreichend, wenn man die angebrochene Packung luftdicht, beispielsweise in einem sauberen Schraubglas passender Größe, lagert. Kommt der Shishatabak jedoch zum Beispiel aus Jordanien, aus Ägypten oder aus der Schweiz, dann enthält er deutlich mehr des stark Rauch bildenden Feuchthaltemittels, und ist dann dementsprechend auch deutlich ungesünder. Darum: Finger weg von allzu feucht gehaltenen Importen, wenn man seine Finger schon nicht von der Wasserpfeife lassen kann.

Welche Gefahren lauern sonst noch?

Bauartbedingt atmet man beim Rauchen einer Shisha grundsätzlich bedenklich hohe Mengen an Kohlenmonoxid ein. Dieses gefährliche Gas lähmt den Sauerstofftransport, was in letzter Konsequenz zu einem inneren Ersticken, aber jedenfalls zu starken Kopfschmerzen führen kann.

-Carina Collany-

1 Kommentare:

  1. Es bleibet wohl dabei: Was Spaß macht, macht entweder dick, ist verboten, oder gefährdet die Gesundheit. Keine schöne Perspektive für ein lustvoll und tollkühn gelebtes Leben ...

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