Samstag, 15. Oktober 2011

BEISPIEL-BLOGTEXT: Urlaubsgäste und Solarenergie könnten Griechenlands Rettung sein


Inzwischen darf man ganz offiziell von einer Insolvenz Griechenlands reden. Und sich qualifizierte Gedanken dazu machen, welche Alternativen es dafür gibt, immer mehr gutes Geld dem schon verbrannten schlechten Geld auf nimmer Wiedersehen hinterher zu werfen. Dabei lohnt ein Blick auf die natürlichen und immer noch reichlich vorhandenen Ressourcen der Hellenen auf jeden Fall. Denn wenn es etwas gibt, das die Griechen nach wie vor in überbordendem Überfluss besitzen, dann sind das herrliche Landschaften und fast unendliche ungetrübte Sonnentage. Damit ließen sich hochgradig Wert schöpfende Projekte an den Start bringen, die es Griechenland ermöglichen könnten, sich wie weiland Münchhausen irgendwann am eigenen Schopf aus dem Schuldensumpf zu ziehen. Davon würden wirklich alle Beteiligten nachhaltig profitieren dürfen. 


Kalos orisate - Herzlich willkommen!

Die griechische Gastfreundschaft ist sprichwörtlich. Kein Wunder - wer auf so einem herrlichen Fleckchen Erde zu Hause ist, wo Wein, Weib und Gesang ihren lustbaren Ursprung zu haben scheinen, der kann neugierige Weltenbummler immer mit offenen Armen, einem kleinen Sirtaki und einem aromatischen Ouzo willkommen heißen. Darum kommen viele Urlauber auch immer wieder gerne an die einladenden griechischen Gestade. Daran hat sich nichts geändert. Und genau das ist ein lukrativer Schatz, dessen freundliche Bergung sich die klammen Griechen mal wieder auf die Fahnen schreiben sollten. Griechenland hat als Urlaubsziel nichts von seiner Attraktivität eingebüßt. Jetzt heißt es: Richtig gute Werbung machen, als bezaubernder Ferienort in aller Munde bleiben, und die solventen Touristen bitte nicht mit ständigen wilden Streiks oder anderweitigen nutzlosen Unmutsbezeugungen verscheuchen. Jeder, der als Reisender nach Griechenland kommt, wird sich von diesem maritimen Juwel verzaubert fühlen, und gerne seine Euros hier ganz großzügig in Spaß und Freizeit anlegen. Gutes Geld, das Griechenland derzeit nötiger denn je braucht.

Sonne satt für eine sinnvolle Stromerzeugung

Die Scheichs mögen ihr Öl haben - doch es ist abzusehen, wann die in der Erde schlummernden Vorräte am schwarzen Gold endgültig versiegt sein werden. Die Sonne dagegen wird noch ein paar beruhigende Millionen, vielleicht auch Milliarden Jahre für die Menschen scheinen, und dabei mit ihrem Licht und ihrer Wärme nicht geizig sein. Darum wäre es für ein so privilegiert von der Sonne verwöhntes Land wie Griechenland sehr schlau und sehr Gewinn bringend, jetzt auf Photovoltaik und Solarenergie zu setzen. Die Fläche, um Sonnenkollektorenparks im großen Stil zu errichten, fehlt den Hellenen sicherlich nicht. So könnten die Griechen, wenn sie es schlau anpacken, eines schönen Sonnentages sogar den arabischen Ölscheichs den Rang ablaufen. Dann wäre die griechische Schuldenkrise in künftigen Geschichtsbüchern nur noch eine kuriose Fußnote. Dafür könnte sich Europa heute, morgen und übermorgen vom Erdöl immer weiter unabhängig machen. Das ist eine ansprechende Perspektive, die durchaus nach Realität schmeckt. Wenn der Schritt gewagt wird.

Sollen die Griechen in der Europäischen Währungsunion bleiben? Diese Frage muss andernorts geklärt werden. Fakt ist, dass es den Griechen nicht an verwertbaren Ressourcen mangelt. Jetzt ist eine staatsbürgerkorrekte Steuermoral gefragt, in Kombination mit Leistungsmotivation und angemessenem Optimismus. Dass es den Griechen nicht am notwendigen Intellekt fehlt, um so eine Aufgabe zu meistern, haben sie in ihrer bewegten Geschichte schon mehrfach bewiesen.

-Carina Collany-

2 Kommentare:

  1. Wie heißt es doch so treffend? Willst Du einen hungernden Menschen für einen Tag satt machen, dann schenke ihm einen Fisch. Willst Du, dass er nie wieder hungern muss, dann zeig ihm, wie man angelt.

    Derzeit werden die Griechen mit Fisch totgeschmissen, um mal in der Bildsprache zu bleiben. Da wäre es wirklich sinnvoller, man würde einen mediterranen Anglerclub mit dem schönen Namen "Gruß an die Sonne" aus der Taufe heben.

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  2. Jou - allemal besser, als sich die 11880 so merken zu müssen:

    11 Millionen Griechen bekommen
    88 Milliarden Euro und zahlen
    0 davon zurück ...

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